Das DesignCamp (dcc09) in Köln fand zeitgleich mit der MicrobloggingKonferenz (mbc09) in Hamburg statt, wo ich auch sehr gern dabei gewesen wäre. Was das Designcamp ist habe ich in einem vorigen Beitrag bereits beschrieben. In diesem Artikel möchte ich euch mein persönliches Resumee wiedergeben. Für mich hat sich die Reise von Berlin nach Köln auf jeden Fall gelohnt. Es gibt viel positive Kritik von mir, allerdings gibts auch negative …
Als erstes möchte ich den Organisatoren, Sponsoren und Helfern danken für ihre Leistung, die Mühe und für meine kostenlose Teilnahme am Camp.
Ich habe mich wirklich sehr auf das DesignCamp gefreut. Zum Einen weil ich auf Konferenzen dieser Art bisher meist nette und interessante Menschen kennengelernt habe und zum Anderen, weil ich dort meinen ersten Vortrag auf einer Konferenz zum Thema Design, bzw. eine Session darüber gehalten habe.
Ich habe mich auf die Sessions zum Thema Design sehr gefreut und war gespannt auf das was andere Designer und Designinteressierte über Design erzählen, bzw. denken.

Die Sessions wurden ebenfalls von den einzelnen Teilnehmern kurz vorgestellt, da zeichnete sich leider schon im Vorfeld ab, dass es auf dem DesignCamp für meinen Geschmack zu technisch und weblastig wird und das einfach zu wenig das klassische Design an sich im Mittelpunkt steht.
Das war schon eine Befürchtung von mir, bevor in nach Köln gereist bin. Es waren nur wenige Designer anwesend und diejenigen die da waren waren meist Webdesigner. Nichts desto trotz war das Camp aus meiner Sicht sehr interessant und lehrreich.
Etablierung als Designer
Aus meiner Sicht lief meine eigene Session sehr gut und flüssig. Ich habe meine Slides das erste mal analog angefertigt, um die typische PowerPoint- oder Keynoteoptik aufzubrechen und um dem Ganzen einen analogen Touch zu verleihen. Es war ein kleines gestalterisches Experiment und das Feedback darauf war durchweg positiv.
Die Session war gut besucht und es gab keine Plätze mehr. Einige CampTeilnehmer haben sogar im Stehen an der Session teilgenommen und im Anschluss habe ich viel positives Feedback bekommen. Ich habe probiert die Präsentation kurz zu halten, denn mein Plan war es mit der Präsentation eine Grundlage zu schaffen für eine anschließende offene Diskussion mit den Teilnehmern.
Diese Form der Sessions gefallen mir persönlich am Besten, denn die Teilnehmer bringen meist neue und eigene Sichtweisen ein und man kommt im besten Fall gemeinsam auf neue Ideen und zu neuen Ansätzen.
Folgendes Feedback kam schon während und nach der Präsentation auf Twitter:
wenicethingsup: RT @pheelmore die definitv schönste Präsentation vom #dcc09. Etablierung als Designer von @kopfbunt i love analog! http://twurl.nl/nu3v78
dotdean: schonmal dickes plus: die slides sind arschgeil! kudos an @kopfbunt #dcc09
stylespion: @kopfbunt danke für die session. qualitätsdesignerarbeit ;) #dcc09
jkleske: dank gutem mittagessen endlich was im magen. erste session von @kopfbunt war auch top. jetzt erstmal mittagsschläfchen #dcc09
henrikgreger: @kopfbunt ich fands sehr interessant, auch wenn man als angestellter daraus weniger nutzen zieht als als freelancer. trotzdem super. #dcc09
SessionAngebot
Die angebotenen SessionThemen haben mich bei diesem Camp weniger angesprochen, als die vielen netten und interessanten Gespräche und Begegnungen mit Menschen, die man sonst nur aus der digitalen Welt kennt oder vorher gar nicht kannte.
Party
Am Abend wurde dann noch eine Party angeboten mit viel GerstenSaft und minimalistischen, elektronischen Klängen. Wir hatten viel Freude bis zu dem Zeitpunkt als mir der Besitzer der Location mit falschen Verdächtigungen ein wenig die Laune verdorben hat. Das war dann auch der Grund warum ich mit anderen die Location gewechselt habe. Das Ganze hat sich allerdings zu meinen Gunsten aufgeklärt und ist somit für mich Vergangenheit.
Foto: Henrik Greger
Fazit:
Alles in allem hätte ich gern mehr Designer und auch PrintDesign auf dem Camp gesehen, denn nur so macht es für mich Sinn ein ThemenCamp dieser Art zu besuchen. Im Vergleich zu einer DesignKonferenz wie die Typo Berlin gibt es schon qualitative Unterschiede. Allerdings kostet die Typo auch ein paar hundert Euro und das DesignCamp war kostenlos!!!
Ein gesunder Mix aus Designern, Verwertern, Konsumenten und Interessierten wäre aus meiner Sicht ideal gewesen. Ich denke das war auch ein kleiner Grund, weshalb ich Sonntag schon früher als erwaret nach Berlin zurückgereist bin und somit den zweiten Tag des Camps nicht genutzt habe.
Umso erfreulicher war es für mich, als ich gelesen habe, dass der zweite Tag für viele ein toller Tag war. Jeder sieht Dinge mal anders als andere – das kennt man als Designer :-)
Alles in Allem eine schön Veranstaltung und tolle Menschen!
Meine frühe Abreise wurde auch gleich bestraft, indem ich mein eBoy-Poster, das man kostenlos als Teilnehmer des Camps erhalten hat, am Bahnhof vergessen habe, bzw. es mir dort irgendwie abhanden gekommen ist … aaarrgh! Es war das PixelPoster mit dem Kölner Motiv, dass nun hoffentlich jemand anderes glücklich macht. Think positive ;-)
Was mir am DesignCamp gefallen hat:
- Nette Menschen und Gespräche
- Verbindung mit der IMM Köln
- Oranisatorischer Ablauf und Technik
- Kommunikation des OrgaTeams
- Location
- Kaffee
Was beim nächsten Mal aus meiner Sicht optimiert werden könnte:
- Zielgruppe gezielter bewerben, dem Thema entsprechend. Wo waren die ganzen Designer und Agenturen?
- Getränkeversorgung
- Müslischüsseln und Löffel, wenn schon leckeres MyMüsli angeboten wird :-)
- Stromversorgung für die ganzen Technischen Geräte der Teilnehmer
Weitere Meinungen,Beiträge, Fotos und Infos zum DesignCamp 2009:
- Offzielle Website des DesignCamps
- pl0g.de – kopfbunt.de – “Meine Lieblingsfarbe ist bunt.”
- henrikgreger – 1Tag DesignCamp Cologne
- DeadPixel – Rückblick
- June Brenners Blog
- WannaWork
- Drikkes – Angelegenheiten
- SonntagMorgen – Kaffee
- FlickrGruppe
- Twitterstream #dcc09
- TwitterAccount des DesignCamps


