Der Schulterblick ist Teil eines Überholmanövers

›Manchmal möchte man gar nicht nach vorne schauen. Ich jedenfalls möchte das nicht. Ich würde gern kurz mal stehenbleiben und mich sortieren‹, Malte Welding (via QUOTE.FM – Martin Wolf)
Der Gedanke des Stehenbleibens ist wichtig – Noch wichtiger ist es stehen zu bleiben, nicht nur davon zu reden, nicht in der fernen Zukunft, sondern zeitnah. Stehen bleiben ist jetzt. Eine Möglichkeit einen Moment wackelfrei einzufrieren, als Foto oder Gedanken. Niemand sagt, dass es danach nicht weitergeht …
Wir fokussieren in die Richtung, in die wir uns bewegen. Auf der Zeitleiste, wie beim Sonntagsspaziergang. Ausschweifende Blicke sind meist flüchtig und werden gesellschaftlich als riskant, aber nötig gewertet. Ein Schulterblick beim Überholmanöver auf die linke Spur ist ok – wenn er schnell genug, bei gleichbleibenden Vorwärtsbewegung ausgeführt wird, Links und Rechts verschwimmen mit zunehmender Geschwindigkeit, wie Job und Privatleben, Politik, Meinungen, Bilder und Gedanken.
Bilder von Menschen, Richtungen und Dingen, die uns uns etwas bedeuten, fliegen im Rausch der Geschwindigkeit an uns vorbei, beim Erklimmen der nächsten Stufe von was auch immer – Der Karriereleiter, des Älterwerdens, beim Hetzen zur nächsten Bahn? Wenn wir stehen bleiben, haben wir die Möglichkeit einen etwas weiteren Blickwinkel zu genießen. Das merke ich. Ich sortiere mich, hole tief Luft – Ich stehe.
Stefan (#)
19. November 2011, 12:28 Uhr
Du solltest definitiv öfter mal stehen bleiben und solche Gedanken zu Papier bzw. zur Tastatur bringen.
Vielleicht setzt Du Dich bald sogar mal kurz hin – ich bin mir sicher, es würde sich lohnen.
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David Gitarre (#)
20. November 2011, 01:02 Uhr
Dafür wurde der Sonntag geschaffen. Einfach mal einen Tag pausieren, und die letzte Woche Revue passieren lassen.
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