
Tschüss StudiVZ – du warst mir viel zu langweilig. Goodbye FaceBook – du warst eine Beziehung der man nicht trauen kann. Ich habe schon länger mit Freunden über diese zwei Services diskutiert und habe mit anderen Meinungen ausgetauscht. StudiVZ war ein digitaler Karteikasten meines »Bekanntenkreises«, der mal Spaß gemacht hat – damals – und schon lange nur noch langweilt. Dann kam FaceBook … jung, dynamisch, individuell und heimtückisch …
Ich benutze die Netzwerk-Sharing-Tools wirklich gern. Ich probiere diese für mich zu ergründen und zu verstehen. Ich bin den Tools gegenüber aufgeschlossen und möchte niemanden dazu überreden seinen Account zu löschen. Ich fordere euch nur auf eine eigene Meinung zu bilden und dann einen Entschluss zu fassen, der nicht auf Gewohnheit und Trägheit basiert.
FaceBook zu verstehen war die ersten Tage nicht leicht. Ich wollte eigentlich gar nicht ins GesichterBuch, doch meine Diplomarbeit und mein Spiel- und Wissenstrieb haben sich verbündet und mich doch zur Anmeldung bewegt. Ich hab nichts anderes erwartet als StudiVZ in blau – Irrtum!
FaceBook hat mich und mein Spieltrieb voll befriedigt. Dadurch dass ich alles auf meine »Pinnwand« streamen konnte, egal ob Flickr, Twitter, Links oder Blogposts, habe ich schnell darüber hinweggesehen, dass ich die Bräute nicht mehr »Gruscheln« konnte :D. (IRONIE!)
FaceBook ist für mich einen komplexe KommunikationsMaschinerie und wenn man es erstmal für sich verstanden hat, dann ist es aus meiner Sicht wirklich super. Meine Leidenschaft für FaceBook war entfacht. Ich konnte meine »Kontakte« mit Infos versorgen und sie mich auch. FaceBook und ich sind eine vertrauliche Beziehung eingegangen.
Ich für meinen Teil hatte FaceBook ins digitale Herz geschlossen – bis vor Kurzem! Denn FaceBook hat mir ein paar Details nicht erzählt, die ich schon gern gewusst hätte. Klar gibt es Gründe, doch die hätte ich gern vorher gewusst. Nichts sagen ist auch etwas sagen … Wir vertrauen uns doch! Es ist doch nicht aufrichtig, wenn jemand die Spielregeln während des Spielens ändert und es nicht erzählt. Das ist unfair! Und wie – ich kann das jetzt nicht mehr rückgängig machen!? Und meine Sachen, die ich dir gegeben habe, liebes FaceBook, die behälst du? Ich dachte wir sind »Freunde«?
Und als ich mich von dir trennen wollte, da hast du doch erst dein wahres »Gesicht« gezeigt. Wollstest mich gar nicht so recht gehen lassen. Ich musste erst das SuchmaschinenOrakel befragen wie das Löschen funktioniert, denn die von dir angebotene Option der Deaktivierung ist nicht das gleiche wie das Löschen eines Accounts!
Liebes FaceBook, du kannst meine Sachen behalten, wenn du sie schon nicht freiwillig hergeben willst. Ich möchte einen Freund zitieren: Du kannst mich täuschen, aber nicht zum Narren halten!
Jetzt erzähle ich meinen Freunden davon, diese erzählen es ihren Freund und fordern sie auf, sich eine eigene Meinung zu bilden und achtsam zu sein im Umgang mit dir. Quellen dazu gibt es ja genug! Zum Beispiel diese:
- Facebook und die Gorilla-Taktik (Update)
- Focus über Facebook
- Facebook darf auf ewig die Daten seiner (Ex-)User nutzen
- Daten-Debakel bringt Facebook in die Defensive
- Voll auf die Daten-Fresse – Für immer im Facebook
- Datenschützer schlagen bei Facebook Alarm
- Facebook reißt sich Nutzerinhalte unter den Nagel
- Facebook ändert seine Terms of Service – Zulässigkeit der nachträglichen Änderung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)
- Facebook Responds to Concerns Over Terms of Service
- Facebook bekennt sich zu Datengier
- Zuckerberg – FaceBook himself
- Einwegstraße Facebook
- Facebook’s New Terms Of Service: „We Can Do Anything We Want With Your Content. Forever.“
FaceBock, ich glaube nicht wie einige andere, dass du das einfach aussitzen kannst – jedenfalls nicht auf mir! Adieu – Account gelöscht …
StudiGähnVZ
Ich war Anfangs begeistert von StudiVZ. Man hat sich Nachrichten geschickt und die »Freunde« und »Bekannten« haben unter ihrem FreitzeitAvatar lockerer kommuniziert, als unter dem eher konservativ angehauchtem Ebenbild auf Xing. Schon komisch … die gleichen Menschen unter anderer Maske … aber anders :-).
StudiVZ ist aus meiner Sicht stehen geblieben und hat nicht nachgelegt. Die technische Weiterentwicklung war zu langsam und die »Freunde« haben aufgehört sich zu »begruscheln« und mit PMs (Private Messages) zu torpedieren. StudiVZ ist schnell langweilig geworden und die »Freunde« hat man auch nicht öfters analog gesehen. Im Gegenteil … teilweise reichte dem einen wohl ein »Gruschler« zum Geburtstag oder ein digitaler KurzGruß auf der Pinnwand mit einer Zeichenlänge unterhalb der SMS-Niveaus … digitaler SmallTalk ist Zeitverschwendung – Account gelöscht …
Just meine zwei Cent …

