Ich kann Instagram, YouTube und die meisten anderen populären Social-Media-Plattformen nicht mehr nutzen, weil sie bei mir negative Routinen auslösen. Ich mag sie längst nicht mehr öffnen, denn sie wirken wie eine Schublade, die ich aufziehe – und aus der mir die Inhalte entgegenschießen und mich regelrecht anschreien. Gleichzeitig zieht es mich in ihren Bann, wie ein Hilferuf, dem ich eigentlich gar nicht zuhören möchte.
Das Ergebnis ist bei mir zum Beispiel Doomscrolling (das endlose, oft unbewusste Weiterscrollen durch negative oder aufwühlende Inhalte). Der Contentstrom und die einzelnen Beitragsformate werden immer lauter, unsortierter, schneller und wiederholen sich in einer Weise, die mich mittlerweile überwältigt. Schnelle Schnitte, Clickbait (reißerische Überschriften und Vorschaubilder, die vor allem Klicks erzeugen sollen), um den Algorithmus zu füttern – all das stresst mich, also höre ich damit auf. Ich habe es konsumiert, versucht, Regeln zur Selbstregulierung zu finden, bin damit gescheitert und lasse es nun wieder bleiben.

Stattdessen weiche ich aus: Ich folge euch auf meine eigene Art und Weise. Ich recherchiere und lese wieder Blogs, Newsletter und Bücher von Menschen – in einer Form, die besser zu mir passt.
Danke an Christoph Rauscher für das liebevoll geschriebene und gestaltete Buch. Danke an Marcel für die wöchentlichen Newsletter-Einblicke in deine künstlerische Entwicklung mit täglichen und persönlichen Erlebnissen.
Es gibt übrigens viele Gründe eine eigene Website zu haben. 95 Gründe dafür sind schon mal ein erster Anfang. Im Kontext dieses Artikels passt gut Grund 24: »to use social media a little less«.

