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Es beginnt mit einer Idee - kopfbunt

Samstag, 21. Februar 2009 um 08:31 Uhr

Etiketten lügen wie gedruckt

abgespeist-foodwatch

Es steckt nicht immer drin was auch drauf steht. Diesem Problem hat sich Foodwatch angenommen mit dem Projekt »Abgespeist«. Foodwatch verleiht einem Unternehmen der Lebensmittelindustrie zu einem bestimmten Produkt den »Goldenen Windbeute«lWindbeutel für Etikettenschwindel. Die Lebensmittelindustrie soll damit abgestraft werden und Foodwatch probiert den Endverbraucher auf die Problematik des Etikettenschwindel aufmerksam zu machen.

foodwatch verleiht zum ersten Mal den “Goldenen Windbeutel” für die dreisteste Werbelüge. Eine prominente Jury hat aus den Produkten, die seit Kampagnenstart Ende 2007 auf abgespeist.de vorgestellt wurden, fünf nominiert. Jetzt entscheiden Sie, wer die unrühmliche Trophäe überreicht bekommt! Also – wer verdient den “Goldenen Windbeutel”?

Für dieses Projekt hat Foodwatch eine eigene Website mit Informationen zu der Aufklärungskampagne ins Web gestellt. Seht euch die Seite an und ladet euch das Infomaterial runter. Im Hinterköpfchen sollte man auch haben, dass bei der Gestaltung der Etiketten auch Designer beteiligt waren. Ich hoffe, dass sich die Designer in diesem Fall auch als ein Teil der Lüge betrachten und das nächste Mal evtl. etwas »ehrlicheres« gestalten. Ein gutes Beispiel für die Verantwortung des Designers hatte ich vor einiger Zeit gepostet.

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4 Kommentare zu “Etiketten lügen wie gedruckt”


  1. bulldrinker (#)

    Ich glaube absolut nicht, dass die Designer da zur Verantwortung gezogen werden müssen, die müssen ja auch nur das Umsetzen, was ihnen “von oben” vorgegeben wird!

    Antwort


  2. Malte Christensen (#)

    Das muss jeder Designer für sich selbst entscheiden. Ich habe als Designer auf jeden Fall eine eigene Meinung und würde bestimmte Aufträge ablehnen, die ich persönlich nicht vertreten kann.

    Ich denke es ist zu einfach zu sagen die »Anderen« sind Schuld … ich mache nur meinen Job und führe Anweisungen durch. Meine persönliche Definition des Designers ist es nicht »Umsetzer« oder »Dekorateur« zu sein, sondern »Designer«.

    Otl Aicher, Kalle Lasn und viele andere haben gezeigt, dass der Beruf eines Designers nicht gleich mit dem Verkauf der Seele und dem Selbstmord der eigenen Meinung verknüpft sind.

    Man kann als Designer getäuscht werden und bestimmte Dinge nicht gleich bemerken, doch dass sollte nicht die Regel sein! Das ist meine Meinung zu dem Thema.

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  3. Bastian (#)

    Hmmm…das klingt ja alles gar nicht so toll :/

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  4. Malte Christensen (#)

    @Bastian: Man muss sich ja nicht an »der dunklen Seite der Macht« orientieren – gibt ja auch noch die Möglichkeit genau hinzusehen und es seinen Freunden zu erzählen – wissen sollte man es schon, auch wenn es nicht so leichte Kost ist :-)

    Antwort

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