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Es beginnt mit einer Idee - kopfbunt

Donnerstag, 10. Dezember 2009 um 14:18 Uhr

Klimawandel begreifen

klimawandel
Ich hab gar keine Lust zu dem Thema Klimawandel etwas zu schreiben – der Film zeigt eigentlich worum es geht – die Schuld auf andere schieben. Doch ist es mir auch ein wenig zu einfach zu sagen, die Männer in den Anzügen sind Schuld und die sollen endlich kappieren. Ich sehe es eher so, dass die grauen Männer nicht handeln werden, solange wir hier bonzenmäßig konsumieren bis der Arzt kommt und verschwenderisch leben ohne Rücksicht auf Verluste – fast jeder einzelne von uns. Ich denke, wenn jeder für sich »handeln« würde, dann bräuchte man auch nicht auf die grauen Männer warten. Es ist immer einfacher zu warten, dass jemand anderes etwas macht, als es selbst zu tun …

Filme zu diesem Thema gibt es schon sehr viele – Klimawandel kennt wahrscheinlich fast jeder – ob aus der Presse oder dem Schulunterricht oder der Quelle seiner Wahl. Aber die Sorgen um Steuer, Miete, Jobs und Fernsehprogramm sind nun einmal realer als der abstrakte Klimawandel – ein paar Grad wärmer – ist doch schön, nicht wahr!?

Ich denke der Film ruft dazu auf mit dem Finger auf andere zu zeigen – anstatt selbst zu handeln. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die ich schon machen kann, um ein Zeichen zu setzen … aber die Schuld anderen zu geben, das ist mir zu einfach.

Gefunden hab ich den Film bei meinem Freund der Fotografie.

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10 Kommentare zu “Klimawandel begreifen”


  1. aufeinwort (#)

    Ich denke der Film ruft dazu auf mit dem Finger auf andere zu zeigen — anstatt selbst zu handeln.

    Da fehlt ein “nicht”, oder?
    Schöne Artikel. :)

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  2. aufeinwort (#)

    Hmm oder auch nicht. Hätte erst den Film gucken sollen.

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  3. der Stilpirat (#)

    Schön, das Du eine Frage mehr stellst und den Film nicht einfach so “hin nimmst”. Allerdings – ähnlich Deiner “Fliegen-Diskussion” vor ein paar Wochen: Die Relationen stimmen nicht! Natürlich kann jeder etwas tun – auch im Kleinen. Doch die Verwendung von Öko-Klo-Papier im im Vergleich zum CO2 Ausstoß chinesischen und amerikanischer Fabriken ist die Suche nach Fliegendeck in der im Sand der Sahara!

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  4. Malte Christensen (#)

    @der Stilpirat: Schade, dass du dich damals an der regen Diskussion nicht weiter beteiligt hast ;)

    Die Relationen stimmen vielleicht für Dich nicht – für viele andere eventuell schon. Dein Vergleich hinkt für mich ein wenig:

    Doch die Verwendung von Öko-Klo-Papier im im Vergleich zum CO2 Ausstoß chinesischen und amerikanischer Fabriken ist die Suche nach Fliegendeck in der im Sand der Sahara!

    Was produzieren diese Fabriken? Und für wen? Und welche Rolle spiele ich, als Konsument bei der Sache?

    Was ich sagen will – der Film macht es sich zu einfach, denn es ist schon etwas komplexer, als es uns das kleine Mädchen in dem Video weismachen möchte. Und auf andere zeigen hat in der Geschichte wohl selten etwas bewegt oder verändert …

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  5. der Stilpirat (#)

    Ich gebe Dir recht! ABER: Was ist falsch daran den Herren in Kopenhagen klar zu machen, daß wir ihnen auf die Finger schauen, nachdem wir im zu Hause im Kleinen bereits alles auf Öko umgestellt haben? (jetzt bin ich gespannt…)

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  6. Malte Christensen (#)

    @der Stilpirat: Daran ist grundsätzlich gar nichts falsch – im Gegenteil. Aber diese Message muss zusätzlich kommen, zu dem von mir oben aufgeführten – Stichwort: Politische-Verantwortung. Ganz klar – der Film ist besser als gar nichts machen und die Intentionen des Machers sind aus meiner Sicht die richtigen.

    Ich finde die Message dahinter nur etwas zu einseitig und ich befürchte, dass sie eher dazu animiert die Schuld von sich selbst wegzuschieben und auf andere zu zeigen, die es dann richten sollen. Und das wäre schade, denn die Aussage dahinter lautet – ActNow!

    Schade ist auch, dass wir die aus meiner Sicht falschen politischen Vertreter ins Rennen nach Kopenhagen geschickt haben, die wir bei der Bundestagswahl legitimiert haben :-( Deutschland hinkt ganz schön im Moment …

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  7. der Stilpirat (#)

    … der Pirat stand an Deck und schaute seinem Gegenüber tief in die Augen. Er wusste, daß vieles von dem richtig war, was sein Gegenüber da gerade gesagt hatte. Sollte er es sich eingestehen? Einen kurzen Moment nur stutzte er… “Zum Teufel – Ja! – aber nicht vor der ganzen Mannschaft!”

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  8. Malte Christensen (#)

    @der Stilpirat: :D … Steffen, du bist einer meiner Liebsten hier und das genau deswegen! Du hast ein Meinung und bist bereit zu diskutieren. Ich wünsche mir viel mehr Menschen, die Stellung beziehen wie du. Ums Recht geht es uns beiden nicht – eher um den Meinungsaustausch.

    Die Piraten sind eine Crew und WIR meutern zusammen auf den weiten Meeren des Webs um uns gemeinsam den Horizont zu erweitern – und eine Kurskorrektur ist eine mutige Tat, die einen vor dem Auflaufen auf Grund bewahrt. Mit dir werde ich hier immer eine Hand breit Wasser unter dem Kiel haben :-)

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  9. der Stilpirat (#)

    … der Pirat stand an Deck und war stolz, daß sein 2-Master den Sturm so unbeschadet überstanden hatte. Er klopfte auf das Holz der Planken und holte tief Luft.
    Fast schien es, als wolle er seinem Schiff irgend etwas sagen, als eine kleine Träne ihm über die Wangen lief.
    Ja – er konnte stolz sein und war dankbar, daß die Mannschaft es genau so sah…
    #Piratengeschichten

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  10. Ben (#)

    In Koppenhagen gehts gar nicht um «wie halten wir unser Klima im Griff». In Koppenhagen gehts genauso wie auf allen anderen Gipfeln um Patente, Handelspakte und Co. Das Problem mit dem Klima sind nicht mal die Emissionen, sondern das, das man Wirtschaft und Wachstum nicht vom Ausstoß trennen kann. Ziel muss es also nicht sein den Ausstoß einzudämmen, sondern sich darum zu kümmern den Wachstum und die Wirtschaft mit Lösungen vom Ausstoß zu trennen. Es wird niemals zur 2% Regelung kommen, denn damit würden Entwicklungsländer, deren Wirtschaft an veralteten Energiebeschaffungsträgern hängen, enorm benachteiligen würde. Eben deshalb ziehen diese Länder niemals am gleichen Strang. Hier ist nicht die Politik, sondern vorwiegend die Forschung und Entwicklung gefragt. Was wir mitbekommen ist nichts weiter als Kasperletheater.

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